Das Universum und andere unbekannte Größen

Warum mich das Universum vermutlich gerade nicht mag, und andere meher oder weniger wichtige Lebenseinzelheiten der letzten Woche.

Da ich es irgendwie in der gesamten letzten Woche nicht geschafft habe, hier etwas hinzuschreiben, versuche ich mal, zusammenzufassen, was so alles passiert, oder auch nicht passiert ist.
Die Mutter hatte sich ein neues Computerspiel gekauft, und war von der Idee mit mir zu lernen nicht so wirklich begeistert. Da ich ja nun ohnehin beschlossen hatte bis mindestens Sonntag dazubleiben, war mir das relativ egal. Ich hab’ also selber noch ein bissl weitergemacht, und ansonsten noch ein bissl mit dem Computer gekämpft. Am Samstag haben wir dann wirklich gelernt. Wobei das mit dem Absprechen nicht einfach war. Ich hatte mir von der Mutter den usb-stick geben lassen, da ich meinen in Leipzig liegengelassen hatte. Sie wollte die Folien ausdrucken, die ich als pdf-Datei auf dem Computer hatte. Ich verfrachtete die also auf den Stick, und legte ihn unten zu ihr auf den Tisch. Ich nahm an, dass ihr dann klar war, dass die Dateien da jetzt drauf sind, und sie sie ausdrucken kann. Ich wollte nicht übermäßig nerven weil sie ja am Spielen war. Na ja, sie hatte das so nicht verstanden. Und so warteten wir mehr oder weniger bis zum Mittag aufeinander. Irgendwann haben wir uns dann geeinigt, und den Kram ausgedruckt. Ich hatte gesagt, dass es nicht viel ist, und während des Druckens war sie ein bissl sauer, dass es doch verhältnismäßig viele Seiten waren. Allerdings steht auf diversen Seiten nur ein Satz oder es ist nur eine Tabelle drauf. Insgesamt war es also wirklich nicht so viel. Wir waren dann auch nach ca. zwei Stunden fertig. Allerdings fiel mir später ein, das wir eine Datei vergessen hatten.
Theoretisch würde mich ohnehin interessieren, warum ich einige der pdf-Dateien bzw. ihren Inhalt, problemlos markieren und dann in eine einfache Text-datei kopieren konnte, während ich von anderen nur die Überschriften lesen konnte, nachdem ich sie umgeleitet hatte. Wer weiß.
Der Vater kam vermutlich so um Mitternacht aus Slovenien zurück. Ich hatte es nicht direkt mitbekommen, aber Sonntag früh war er da. Er erzählte unter anderem, dass der ICE mit dem sie gefahren waren, auf einer Strecke schnell gefahren ist, die dafür nicht unbedingt gebaut war, und dass ihm deshalb zum ersten mal im Leben in einem Zug zum Gotterbarmen schlecht geworden ist.
Er stellte später fest, dass das Radio an meinem neuen Rekorder tatsächlich nicht ging, und das Teil umgetauscht werden muss. Von den Problemen, wegen denen ich dageblieben war, konnten wir leider nur eins lösen. Nämlich die Angewohnheit des Computers pünktlich um Mitternacht anzugehen. Der Vater konnte ja ins Bios und das ganze abstellen. Jetzt bleibt Ruhe wenn ich ihn ausmache.
Zum Mittag gab es u.a. Parfait. Zeug das schmeckt wie Eis, sich anfühlt wie Eis und so kalt ist wie Eis, aber anders hergestellt wird, und deshalb keins ist. Geschmeckt hat’s jedenfalls.
Nachmittags ging ich mit der Mutter noch die fehlende Datei durch, so dass ich zumindest alle Infos hatte die ich zum lernen brauchte.
Eigentlich wollte ich ja mit dem Vater auch die Kiste dazu kriegen, dass er den kleinen Computer erkennt, aber da mir dazu vermutlich der entsprechende Treiber fehlt, wird das wahrscheinlich nix werden. “Schade eigentlich.”
Montag früh fuhr ich dann zusammen mit dem Vater wieder gen Leipzig. Im Zug wollte er mir eigentlich erklären wie der neu Diskman funktioniert, den er gekauft hatte. Nachdem wir den aber aus der Kiste ausgepackt hatten, stellte sich heraus, dass er nicht funktioniert. “Kopf schüttel”. An diesem Punkt erklärten wir, dass das Universum mich im Moment offenbar nicht mag. Und ich hatte mich schon so darauf gefreut, dass meine Lieder nicht mehr springen.
Der negative Universumseinfluss machte sich weiter bemerkbar, als ich in Halle ankam, und umsteigen musste. Denn der Zug hielt auf einem anderen Gleis als normalerweise. Was bedeutete, dass ich nicht nur aus einem Zug raus und auf der anderen Seite des Bahnsteigs wieder einsteigen muss, sondern noch Treppen hoch und runter. Glücklicherweise fand sich ein hilfsbereiter Mensch der mich zum Zug nach Leipzig brachte, denn viel Zeit ist dort leider nicht. Als wir an der ersten Tür nach der Treppe ankamen, erklärte mir die Helferin, dass das die erste Klasse sei, und ob das in Ordnung wäre. Ich meinte dazu dass ich da jetzt einsteigen würde, bevor der Zug wegfuhr, und wenn der Schaffner ein Problem hätte, könnte er mich ja immer noch woandershin schicken. Die Schaffnerin stand allerdings in der Zugtür. Sie kommentierte dass aber nur mit einem: “Würd’ ich aber auch so seh’n” und lotste mich zum nächsten Platz.
Der restliche Heimweg verlief glücklicherweise ereignislos. Hier angekommen stellt ich schnell fest, dass ich mich zwar am Netzwerk anmelden, aber trotzdem nicht wirklich ins Internet gehen konnte. Glücklicherweise war die richtige Uhrzeit, um die Problemlöse-hotline anzurufen, und das Problem kein großes, so dass ich doch recht schnell wieder ins Netz kam. Warum mein Computer beschlossen hatte, diverse von mir eingetragene Zahlen zu verändern habe ich allerdings nicht verstanden, und der Problemlöser auch nicht.
Am Dienstag hatte ich dann also die Diagnostikprüfung. Mit 3,7 bin ich dann doch nicht wirklich zufrieden. Und irgendwie weiß ich auch nur teilweise was falsch gelaufen ist. Denn bei einer Frage, es ging da um eine Studie, sagten sie mir hinterher ich hätte nicht maldie Quintessenz zusammenbekommen. Die Quintessenz wäre meiner Meinung nach gewesen, um was es in der Studie ging, also was nachgewiesen bzw. überprüft werden sollte, und was rauskam. Beides hatte ich gesagt. “Schultern zuck”. Aber irgendwie war das nicht wirklich das was sie wissen wollten. Na ja, wie gesagt glücklich bin ich mit der Note nicht, aber ändern kann ich es nun auch nicht mehr, und immerhin kann ich es auf der Liste abhaken. Was bedeutet, dass ich jetzt Gutachten schreiben kann.
Da so was wohl hauptsächlich während der Praktika passieren soll, heißt das auch, dass es sich jetzt tatsächlich lohnt, sich darum zu kümmern.
Allerdings bin ich die letzten zwei Tage nicht wirklich zu viel gekommen, da meine nicht-so-richtig-Grippe sich wieder mal gemeldet hat. Ich bin dann zwar nicht wirklich krank, aber irgendwie total breit und energielos. Keine Ahnung. Ich hoffe mal, jetzt wo die Prüfung durch ist, entscheidet sich mein Körper sie drei Tage Wellen schlagen zu lassen, und dann ist wieder Ruhe. Dieses nicht krank und nicht wirklich auf dem Damm nervt jedenfalls.
Gestern abend habe ich dann versucht, “wine” zu installieren. Ein Programm, das Windowsprogrammen vorspielt, dass da ein Windows ist. Da ich endlich wieder Sudokus machen will. Mit bisher mittlerem Erfolg. Aber davon erzähle ich, wenn ich fertig damit bin. Ansonsten habe ich während der letzten Tage wegen mangelnder Energie kaum was gemacht, abgesehen von schlafen und dem Lesen einiger Geschichten.
Wie gesagt, ich hoffe dieses, was auch immer es ist, verlässt mein System bald wieder.
Jetzt habe ich also noch zwei Wochen Ferien, bevor dann die Uni wieder losgeht. Abhängig davon was meine Praktikumsbemühungen ergeben, werde ich dann zu tun haben, oder auch nicht. Wir werden sehen.

Gruß Günni

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